Scopes und Peeps

Ein gutes Scope sollte leicht sein, ein helles, scharfes und ausreichend großes Zielbild bieten und nach Möglichkeit unterschiedliche Zieleinsätze, wie Pins und Ringe, aufnehmen können. Auch das beste Scope nützt allerdings wenig, wenn das Peep nicht dazu passt.

Am flexibelsten sind die Scopes der Firma Beiter, die mit 29 oder 39 Millimeter Durchmesser aus Kunststoff gefertigt werden. Es gibt sie in vielen Farben und mit einer großen Auswahl an hochwertigen Zeiss-Linsen, die in der leichten und sehr empfehlenswerten Kunststoffversion eine Zentralbohrung aufweisen, in welcher eine Vielzahl unterschiedlich dicker und farbiger Pins und Ringe befestigt werden kann. Dazu erhältlich sind diverse Blendensätze, verschieden- farbige Wasserwaagen, Sonnen- beziehungsweise Regenschilde und ein großes Sortiment an aufsteck- baren Zielhilfen. Hier findet sicherlich jeder das zu ihm Passende, um sein persönliches Wunschzielbild zu gestalten. Durch das Baukastensystem kann man leicht bei wechselnden Entfernungen beispielsweise die Pingröße umbauen, um ein gleichbleibendes Zielbild zu bewahren.

Neben Beiter bieten unter anderem auch Firmen wie Viper, SureLoc und Shibuya hochwertige Scopes an.

Bei der Vergrößerung ist zu beachten, dass man es lieber nicht übertreiben sollte. Weniger ist oft mehr, da man durch zu große Vergrößerungen sein eigenes Wackeln stärker wahrnimmt und dann eher zu einem zögerlichen Schussablauf verleitet wird, was wiederum die Präzision meist nicht gerade fördert. Ein perfekt zum Scope passendes Peep ist oft nicht leicht zu finden, da das Umgebungslicht eine wesentliche Rolle spielt. Idealerweise sollte man beim Blick durch das Peep gerade noch so das komplette Scope erkennen können, um einen sauberen Ringabgleich durchzuführen. Bei stark unterschiedlichen Lichtverhältnissen, verändert sich die Pupillengröße und mit ihr die Tiefenschärfenwahrnehmung. Unter anderem aus diesem Grund benötigt man für die Halle beispielsweise einen anderen Peeplochdurchmesser, als an einem sonnigen Tag auf dem FITA-Platz.

Am besten anpassbar sind hier Kombinationen aus einem fest in der Sehne installierten Housing und auswechselbaren Schraubeinsätzen mit unterschiedlichen Lochdurchmessern. Diese Wechseleinsätze gibt es nicht nur mit verschiedenen Lochdurchmessern, sondern auch mit eingebauten Linsen, die zwar bei Regen ihre Nachteile haben, aber ansonsten zu perfekt scharfen Zielbildern verhelfen können. Damit Sie für die unterschiedlichen Bedingungen Ihre jeweils richtigen Kombinationen finden können, haben wir bei Bogensport Rhein-Main ein Teilekästchen, mit allen erhältlichen Einsätzen, zusammengestellt, das wir Ihnen zum Testen gerne für einige Tage kostenlos zur Verfügung stellen.

Ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Häufig werden die Peeps nur unzureichend in der Sehne gesichert, sollte es dann einmal zum schlimmsten Fall kommen und Sie haben einen Trockenschuss, beispielsweise weil sie einen Nockdefekt übersehen haben, kann sich das Peep aus der Sehne lösen, gegen den Bogen prallen und im ungünstigsten Fall den Weg zurück in Ihr Gesicht finden. Die Wucht dieses „Geschosses“ kann ausreichend sein, um Zähne zu zertrümmern oder Augen zu zerstören. Mit minimalem Aufwand, nämlich einer kleinen Wicklung um das Housing, können Sie diese Gefahr leicht eliminieren.

Unsere wichtigsten Marken im Bereich Scope und Peep sind: BEITER, SURELOC, SHIBUYA, VIPER, META, SPECIALTY ARCHERY, T.R.U. BALL, BOOSTER und FEX-FLETCH PRODUCTS.