Reiterbogen

Die Ursprünge dieses Bogentyps liegen in Asien. Die traditionellen Reiterbogen sind vergleichsweise kurz gehalten, was weniger darin begründet liegt, dass man sie leichter auf dem Rücken der Pferde handhaben konnte, sondern vor allem darin, dass häufig einfach keine längeren geeigneten Baumaterialien zur Verfügung standen und man somit zu einer kurzen Kompositbauweise gezwungen war. Trotz langer Bauzeiten und einer gewissen Wetteranfälligkeit waren diese Bogen über Jahrtausende eine der effektivsten Distanzwaffen und garantierten den Völkern, die den Umgang mit diesem Bogen beherrschten, Herrschaftsgebiete von gewaltigen Ausmaßen, solange diese in trockenen Zonen lagen. Unser Glück, dass es hierzulande öfter einmal regnet.

Zu den bekanntesten Nutzern der Reiterbogen gehörten die Hunnen, Mongolen, Skythen, Tataren und Ungarn. Gerade in Ungarn werden nach wie vor noch viele Reiterbogen gebaut, wenn auch nicht mehr in der sehr aufwändigen ursprünglichen Kompositbauweise aus Horn, Sehnen, Holz, Fischleim und Pflanzenfasern, die heute kaum noch bezahlbar wäre.

Bogensport Rhein-Main hält intensiven Kontakt zu den ungarischen Bogenbauern von Arcus-Bogen, die Bogen nach mongolischen, türkischen, tatarischen und magyarischen Vorbildern bauen, sodass wir ein großes Sortiment an unterschiedlichsten Bogen anbieten können. Jeder Bogen ist optisch ein Einzelstück und auch das passende Zubehör wird sehr individuell gestaltet. Beispielsweise ist kaum ein Köcher zweimal in identischer Ausführung zu finden.

Bei den heutigen Bogen kommt meist lederummanteltes Fiberglas zum Einsatz, um die extremen Biegungen der Wurfarme bruchfrei zu ermöglichen, aber auch mit glasbelegtem Holz lassen sich sehr gute Reiterbogen bauen. Alle Reiterbogen können selbstverständlich auf unserer Schießbahn getestet werden. Einige dieser Bogen sind bereits ab Zuggewichten von 20Ibs erhältlich.

Neben den ARCUS-Bogen führen wir Reiterbogen von BEARPAW, SAMICK, KAYA und KASSAI.